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Tembo Tembo-200g

SFr. 11.00SFr. 14.00

Description

Herkunft:

Tanzania, Arusha

Sorte: Kent
Aufbereitung: Washed
Gewicht: 200g
Säure: 2
Bitterkeit: 1
Süsse: 5
Geschmäcksrichtung: Fruchtig, Süss
Aroma: Apfel, Coca Cola
Body: saftig, leicht
Zubereitung: Filter
Bemerkungen:

Die Wurzeln des Kaffees in Tansania lassen sich durch mündliche Überlieferungen bis zum Haya-Stamm im Nordwesten Tansanias zurückverfolgen, der den Kaffee im 16. Jahrhundert aus Abessinien (dem heutigen Äthiopien) mitgebracht haben soll.

Dieser "Haya-Kaffee", oder amwani, war eine Robusta-Sorte. Die frühen Tansanier bereiteten Amwani zu, indem sie unreife Kirschen mit Kräutern kochten und die Mischung anschließend mehrere Tage lang räucherten. Die so entstandene Kirschmischung konnte im Ganzen gekaut werden.

Die Rolle des Kaffees in der Haya-Kultur war eher auf kulturelle Funktionen als auf den täglichen Konsum ausgerichtet. Amwani war Bestandteil formeller Begrüßungen, von Ehrungen für Könige und religiösen Ritualen. Die Verwendung von Kaffee war so stark eingeschränkt, dass die Menschen für den Anbau von Kaffee eine Genehmigung der Könige benötigten. Diese strenge Kontrolle des Kaffeeanbaus steigerte auch den Wert und den Status des Kaffees, da das Angebot eingeschränkt und der Kaffee seltener wurde.

Nach der deutschen und dann britischen Kolonialherrschaft hat die tansanische Kaffeeindustrie viele Veränderungen und Anpassungen erfahren, um einen möglichst gleichwertigen, rentablen und hochwertigen Kaffee zu erzeugen.

Lange Zeit wurde der Kaffee in Tansania fast ausschließlich im Norden angebaut. Die Regionen Kilimanjaro, Arusha, Tarime, Kagera, Kigoma und Karatu/Ngorongoro wurden für ihre idealen Arabica-Anbaubedingungen geschätzt.

Ähnlich wie Ruanda ist Tansania erst seit kurzem für seine Spezialitätenkaffees bekannt. Dank der immer besser werdenden Infrastruktur, des Zugangs zu Waschanlagen und der Organisation der Landwirte produziert Tansania heute durchweg hochwertige Spezialitätenkaffees.

Deutsche Siedler pflanzten in den 1920er Jahren erstmals Kaffee auf dem Gut Tembo Tembo an. Heute wird das Gut von dem Schweizer Ehepaar Gaétan und Caroline Bordier mit Hilfe des BIRCHBACH-Partners Sucafina Tanzania betrieben, der in die Verbesserung des Kaffees und des Lebens der Kleinbauern durch eine Vielzahl von Initiativen investiert hat.

Die Aussicht von Tembo Tembo Estate ist surreal. Von den nördlichen Rändern der Farm aus kann man den Rand des Ngorogoro-Kraters sehen, eines alten, eingestürzten Vulkans, dessen fruchtbares Tal heute Dutzende verschiedener Tierarten beherbergt: von afrikanischen Elefanten über Löwen, Nashörner und Leoparden bis hin zu Giraffen. Die nördliche Grenze der Plantage liegt an der südwestlichen Seite des Mount Oldeani, dessen Hänge in den Lake Eyasi entwässern, einen wichtigen Salzwassersee an der Grenze zwischen dem Ngorogoro-Schutzgebiet und dem Serengeti-Nationalpark.

Bei diesem gewaschenen Kaffee von Tembo Tembo Estate trifft das üppige Mikroklima Nordtansanias auf den sorgfältigen Anbau von Gaétan und Caroline Bordier.

Seit der Übernahme der Farm im Jahr 2009 haben die Bordiers die Farm renoviert und hochwertige Sorten angepflanzt, wobei der Schwerpunkt auf der Trennung der Parzellen liegt.

Zusätzlich zu den modernen Anbautechniken, die die Qualität ihres Kaffees verbessern sollen, haben sie die Setzlinge Kent, Geisha und Pacamara gepflanzt, drei Sorten, die für die Erzeugung von Qualitätskaffee und hohen Tassenwerten bekannt sind.

Gaétan und Caroline sind davon überzeugt, dass die nächsten Schritte zur Qualitätsverbesserung in den kleinen Details liegen und konzentrieren sich auf die Verbesserung der Nacherntekontrolle, insbesondere des Feuchtigkeitsgehalts, um die Kaffeequalität zu steigern.

Auf Tembo Tembo Estate werden die Kirschen selektiv von Hand gepflückt und an die betriebseigene Nassmühle geliefert. Die Kirschen werden mit einem Ecopulper gepresst und trocken fermentiert. Nach der Gärung wird das Pergament in sauberem Wasser gewaschen und dann zum Trocknen für 8-10 Tage auf afrikanische Hochbeete gelegt. Das Pergament wird regelmäßig gewendet, um eine gleichmäßige Trocknung zu gewährleisten.

Traditionell wird das Pergament auf dem Gut direkt in der Sonne getrocknet. Das Pergament ruht auf der Farm für 1-2 Monate in ausgekleideten, luftdichten Säcken, die auf Holzpaletten gelagert werden.

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